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Katastrophenschutz e.V.
Verein zur Optimierung des Katastrophenschutzes und Rettungswesens

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Einsatzstellenkommunikation PDF Drucken E-Mail
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Geschrieben von Walter Kohlenz   
Tuesday, 06 September 2005

Projekt-Planung
"Einsatzstellenkommunikation"


Der Katastrophenschutz e.V. möchte voraussichtlich in absehbarer Zeit ein weiteres interessantes Projekt in Zusammenarbeit mit geeigneten Herstellern, Firmen und Sponsoren und UG-SanEL-Einheiten starten, das sich mit der Einsatzstellenkommunikation auseinandersetzt.

Die meisten Verantwortlichen der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) haben im Rahmen von Einsätzen der Kategorien "Katastrophe", "Massenanfall von Verletzten (MANV)" oder "Großschadensereignis" häufig schon zu Beginn eines entsprechenden Einsatzes das Problem, dass die Kommunikation (vor Ort) zusammenbricht oder aber zumindest stark problematisch läuft. Dies kann den Einsatzablauf komplett gefährden.

Die Gründe für die Kommunikationsprobleme vor Ort sind vielfältig.

So z.B.:

  • alte (veraltete) Funkgeräte, defekte Akkus, nicht angepasste Antennen, etc.
  • keine vorhandenen Ausweich- und Sonderkanäle im analogen 2m- und 4m-BOS-Band
  • keine im voraus mit RLST, ÖEL, SanEL, Landratsamt, etc...abgestimmten Rückfallebenen
  • taktisch wichtige Personen/Funktionen häufig nicht adäquat ausgestattet
  • aufgrund fehlender Alternativen häufig Überlastung der 2m-Kanäle durch Nutzung als Einsatzstellenkommunikation einzelner Einheiten untereinander 
  • Einsatz-, Ausbildungs- und Übungserfahrung der beteiligten Hilfskräfte im Zusammenhang mit der Kommunikation bei MANV-Szenarien zumeist vollkommen unzulänglich. Hier ist vor allem das Rettungsdienstpersonal betroffen, das fast ausschliesslich auf individualmedizinische Themen trainiert wird. Die Rettungsassistentenausbildung ist u.a. auch in diesem Punkt vollkommen unzureichend.

Aufgabe des Projektes wird es nicht sein, Alternativstrategien für das 2m- und/ oder 4m-Band zu suchen, die eine komplette Abwicklung des Funkverkehrs ermöglichen. Hier machen sich im Rahmen eines möglichen digitalen BOS-Funks schon genügend weitere Gremien und Stellen Gedanken.

Aufgabe dieses Projektes kann und wird es darüberhinaus auch nicht sein, strukturelle Änderungen bei den betroffenen BOS zu initialisieren oder eine Überarbeitung der Schulungsinhalte bei der Ausbildung von Einsatzkräften vorzunehmen.

Bei diesem Projekt geht es vielmehr um die Entzerrung des Einsatzstellenfunks durch Ausgliederung für die Einsatzleitung nicht besonders relevanter und einsatztaktisch für den Gesamteinsatz nachrangiger Informationen und Funksprüche.

Zunächst werden voraussichtlich Alternativen gesucht, wie unterhalb der Gruppenführerebene die Einheiten (Trupps) untereinander kommunizieren können, ohne die 2m und/oder 4m-Kanäle zu belasten. Hier werden verschiedene Möglichkeiten (z.B. 70cm-Funk, 2m-LPD, 11m-CB, etc.) in Bezug auf Funktionalität, Wirtschaftlichkeit, Einsatzwert, etc. angesehen.

Interessierte Hersteller, Händler und Spezialisten auf diesem Gebiet sind herzlich eingeladen, sich bei uns (siehe Impressum) zu melden und uns hier tatkräftig zu unterstützen!





 


 

Letztes Update ( Wednesday, 07 September 2005 )
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