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Katastrophenschutz e.V.
Verein zur Optimierung des Katastrophenschutzes und Rettungswesens

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MANV-Übung Starnberger See 26.04.08 PDF Drucken
Benutzer Bewertung: / 97
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Geschrieben von Walter Kohlenz   

MANV-Übung am Starnberger See
am 26.04.2008
- Explosion/Brand auf Fahrgastschiff -

 rund 120 Verletzte/Betroffene in weniger als 2 Stunden gerettet


brennender Dampfer mit 130 Personen an Bord (Übung) - Quelle: Actionnews H.M.
brennendes Fahrgastschiff - Räumung/Evakuierung läuft (Bild: AKTIVNEWS H.M.)


Berg/Leoni (Starnberger See/Bayern) - Spezialisten des Rettungswesens und Katastrophenschutzes übten im Rahmen einer großen Katastrophenschutzübung des Landkreises Starnberg am Samstag den 26.04.08 die professionelle Abwicklung eines Massenanfalles von Verletzten (MANV) im Rahmen einer Explosion/eines Brandes auf einem Fahrgastschiff der staatlichen Seenschifffahrt.

Ziel der Übung war es, die Katastrophenschutzstrukturen des Landkreises zu überprüfen und auch parallel auftretende Ereignisse durch die Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK) des Landkreises Starnberg bewältigen zu lassen. Daher wurde neben einer Bombendrohung im IVG-Tanklager in Krailling mit anschliessender (planspieltechnischen) Evakuierung von ganzen Stadtteilen auch kurz darauf eine Realübung am Starnberger See eingespielt und abgewickelt.

Bereits gegen 7 Uhr machten sich die rund 130 Mimen von Feuerwehren, BRK, Jugendgruppen der weitläufigen Umgebung auf den Weg. Sie wurden auf einem Fahrgastschiff der staatlichen Seenschiffahrt in Starnberg aufgenommen und dann entsprechend geschminkt. Das Schiff machte sich dann auf dem Starnberger See auf den Weg.

Um kurz vor halb 10 wurde schließlich durch die Integrierte Leitstelle Fürstenfeldbruck (ILS-FFB) auf einen MANV II (der initialen höchsten Alarmstufe) alarmiert. Meldung war eine starke Rauchentwicklung und eine unklare Anzahl von Verletzten/Betroffenen nach Explosion und nun Brand auf einem Fahrgastschiff auf dem Starnberger See zwischen Berg und Leoni in Seemitte.

Die Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK) des Landkreises Starnberg war aufgrund eines gegen 8:00 Uhr angelaufenen Übungseinsatzes bereits in Dienst gestellt (Bombendrohung im IVG-Tanklager Krailling als theoretische Übung mit angenommener Evakuierung von Stadtteilen und Autobahnsperrungen etc.). 

Für den Einsatz am Starnberger See wurde ein
örtlicher Einsatzleiter (ÖEL - Kreisbrandrat Markus Reichart)
und eine 
Sanitätseinsatzleitung (SanEL - Walter Kohlenz (OrgL) und Dr. Cornelius Neumann-Mangoldt (LNA)) eingesetzt.

Der Standort der Einsatzleitung war die Pionierschule der Bundeswehr in Percha.


Die Einheiten der Wasserrettung hatten folgende Aufgabe:

  • Retten der Verletzten und Betroffenen vom havarierten Fahrgastschiff
  • medizinische Versorgung der Verletzten bis Eintreffen an Land
  • Zubringen der Verletzten und Betroffenen an die Übergabestelle Wasser <-> Landrettung
  • Absicherung der Wasserseite
  • ggf. Einsatz von Rettungstauchern
(verantwortlich: Einsatzleiter Wasserrettung - Roland Schwankhart)


Die Einheiten des Rettungs-/Sanitäts-/und Betreuungsdienstes hatten folgende Aufgaben:

Rettungsdienst:
  •  Aufbau und Betrieb einer strukturierten Verletztenablage im Schadengebiet bzw.
    nach der Übergabestelle Wasserrettung <-> Landrettung
  • Sichtung/Triage im Schadengebiet und Erkennung der T1-Patienten ("rote Patienten")
  • Herausfiltern der T1-Patienten und schnellstmöglicher Abtransport direkt in weiterführende Versorgung
(verantwortlich: Einsatzleiter RD - Jörg Seltmann)

Sanitätsdienst und Betreuungsdienst:
  • Aufbau und Betrieb einer Verletztensammelstelle (VS25) inkl. Sichtung/Triage
  • Aufbau und Betrieb eines Behandlungsplatzes (BHP50) inkl. Sichtung/Triage
  • Organisation des Krankenkraftwagenhalteplatzes (zusammen mit UG-SanEL) mit Einsatzmittelzuteilung für Patienten
  • Aufbau einer Betreuungsstelle für Betroffene.
(verantwortlich: Einsatzleiter San/BtD - Markus Grasl)

Bettenzuteilung und Transport in das Krankenhaus:
  • Zuteilung der entsprechenden Zielklinik pro Rettungsmittel
(verantwortlich für die Bettenzuteilung: ILS-FFB)

  • Transport der Verletzten unter rettungsdienstlich-medizinischer Versorgung in weiterführende Versorgungseinrichtungen
(verantwortlich: jeweilige Rettungsmittelbesatzung)


Besprechung der SEG-Führung  Besprechung der Gruppenführer
SEG Zug- und Gruppenführung besprechen die Lage am Kommandowagen und im Einsatz


Lageeinweisung und Befehlsgabe der Gruppenführer
Lageeinweisung und Befehlsgabe durch die SEG-Gruppenführer an die Einsatzkräfte ihrer Gruppen


Eintreffen der DLRG- und Wasserwachtrettungsboote
Eintreffen der Rettungsboote von DLRG und Wasserwacht


 Evakuierung durch FW-Atemschutztrupps Evakuierung durch FW-Atemschutztrupps
Atemschutztrupps räumen die verrauchten Bereiche und löschen den Brand


 Patientenübergabe vom Fahrgastschiff an ein DLRG-Rettungsboot Patientenübergabe vom Fahrgastschiff an ein Wasserwachtboot
Patientenübergabe vom Fahrgastschiff an Rettungsboote von DLRG und Wasserwacht


Patientenversorgung durch DLRG-Retter auf der Fahrt zur Verletztenablage
notfallmedizinische Patientenversorgung während der Fahrt vom Dampfer zur Verletztenablage an Land


Patientenübergabe an Verletztenablage
Patientenübergabe vom DLRG-Rettungsboot
Patientenübergabe von Rettungsbooten an die Verletztenablage


Übergabestelle Wasser <-> Land (Verletztenablage)
Patientenübergabe Wasser <-> Landrettung (Verletztenablage)


 Verletztenablage Transporttrupp der Feuerwehr
Verletztenablage und Transport der Patienten zur Verletztensammelstelle/Behandlungsplatz


AB-San50 und RTW-Teams
AB-San50 beim absatteln für Bestückung der Verletztensammelstelle und 12 RTW-Teams und 6 NEF zur
Patientenversorgung im Schadengebiet (Verletztenablage) sowie zum Direkttransport der ersten T1-Patienten



 Sichtung an der Verletztensammelstelle (VS25) des Landkreises Starnberg 
Sichtung und Behandlung an der Verletztensammelstelle (VS25)


Patientenversorgung an der Verletztensammelstelle
Patientenversorgung an der Verletztensammelstelle (VS25)


 Entladen des GW-San50 Landkreis Starnberg Entladen des GW-San50 Landkreis Starnberg
Entladen des Gerätewagen Sanitätsdienst (GW-San50) für den Aufbau des Behandlungsplatzes (BHP50)


Aufbau Behandlungszelte
Aufbau der Behandungszelte für den Behandlungsplatz (BHP50)


Triage am BHP50  Triage
Sichtungs-/Triage-Bereich am Eingang des Behandlungsplatzes (BHP50)

Behandlungsplatz (BHP50) des Landkreises Starnberg von Seeseite
 BHP50 des Landkreises Starnberg von Seeseite BHP50 (Ausschnitt) des Landkreises Starnberg mit GW-San50
Verletztenablage, -sammelstelle (VS25) und Behandlungsplatz (BHP50) von Seeseite zu sehen



ÜBergabe eines T2-Patienten an RD
Tranportübernahme eines T2-Patienten durch den RD am Behandlungsplatz


Patientenabtransport
Patientenausregistrierung am Ausgang des BHP50 und Abtransport ins Krankenhaus



Feuerwehrboote von Tutzing und Starnberg Polizeiboot am Starnberger See 
Auch am Einsatz beteiligt: Feuerwehrboote aus Tutzing und Starnberg sowie Wasserschutzpolizei Starnberger See


Mimen stellten die Situation realitätsnah dar
Mimen stellen die Schadenslage für die Einsatzkräfte realitätsnah dar


Taucherplattform der Bundeswehr
Mit Hilfe einer Bundeswehr-Taucherplattform werden Unverletzte vom Fahrgastschiff übernommen


Rund 1 1/2-Stunden nach Alarm hat der letzte Patient den Behandlungsplatz verlassen und ist auf dem Weg ins Krankenhaus.

T1-Patienten ("rote Patienten") werden bereits an der Verletztenablage durch den dortigen Abschnittsleiter registriert und
- soweit möglich - an RTW-Besatzungen und Notärzte zugeteilt, so dass diese direkt abtransportiert werden können und nicht erst über die Verletztensammelstelle und/oder Behandlungsplatz geschleust werden.

Das Behandlungsplatzkonzept, die neue Alarm- und Ausrückeordnung (AAO) sowie der neu strukturierte Ablauf der MANV-Versorgung im Landkreis Starnberg haben sich ganz offensichtlich bestens bewährt. Bei diesem "Einsatz" wurden sämtliche neuen Teilkonzepte erstmals im Gesamtkontext beübt - eine Premiere für alle Beteiligten. Die Übung hat viele wichtige Erkenntnisse gebracht, in welchen Bereichen man das Gesamtsystem weiter optimieren kann.

Dies ist eine von wenigen Übungen, die nicht abgebrochen wurde, als es zum Abtransport kommen sollte. Der Übungseinsatz für den Rettungs-/Sanitätsdienst ist erst beendet worden, als der letzte Patient das (Übungs-)Krankenhaus erreicht hat.
Die regulären Rettungsmittel an den Rettungswachen der öffentlichen Vorhaltung sind nicht abgezogen worden, sondern für den Ernstfall weiter vorgehalten. Um aber deren Einsatz im Realfall korrekt zu simulieren, wurden zusätzliche Fahrzeuge von benachtbarten/befreundeten Hilfsorganisationen an den Rettungswachen stationiert und sind unter Realbedinungen die Einsatzstelle angefahren.

In den kommenden Wochen wird die Übung komplett ausgewertet und zur weiteren Optimierung der Aus- und Fortbildung der Einsatzkräfte verwandt.


Pressespiegel:

Bericht der Süddeutschen Zeitung vom 28.04.2008 (link anklicken!)

Bericht des Münchner Merkur (Starnberger Merkur) vom 28.04.2008 (link anklicken!)

Bericht des Streitkräfteunterstützungskommando der Bundeswehr (link anklicken)

Bericht aus "Bayern Aktuell" - dem offiziellen Mitteilungsorgan der DLRG-Bayern (link anklicken!)


Anbei eine Auswahl zu den uns bekannten Webseiten (externe Links!) der beteiligten Einheiten:

Sanitäts- und Betreuungsdienst:
1. SEG Sanitätsdienst im Landkreis Starnberg (SEG-SÜD)
2. SEG Sanitätsdienst im Landkreis Starnberg (SEG-NORD):
Teileinheit Gauting
Teileinheit Gilching
Teileinheit Seefeld
Teileinheit Krailling
1. SEG Betreuung im Landkreis Starnberg:
Teileinheit Herrsching
Teileinheit Tutzing

Feuerwehr und THW:
Feuerwehren im Landkreis Starnberg
THW-Starnberg
Berufsfeuerwehr München

Wasserrettung:
Wasserwacht Landkreis Starnberg
DLRG Landkreise Starnberg, Bad-Tölz/Wolfratshausen, Weilheim
Wasserwacht Landkreis Bad-Tölz/Wolfratshausen

Landrettung, externe Einheiten zur Simulation des Rettungsdienstes und weitere Einheiten/BOS:
BRK Bad-Tölz/Wolfratshausen
BRK Landkreis Dachau
BRK Landkreis Fürstenfeldbruck
BRK München
BRK Landkreis Weilheim-Schongau
JUH München
JUH Peissenberg
JUH Puchheim
MHD Gröbenzell
MHD Gräfelfing
MHW-Deutschland
Bundeswehr
Polizei
Integrierte Leitstelle Fürstenfeldbruck (ILS-FFB)
Landkreis Starnberg (FüGK, ÖEL, SanEL)
Unterstützungsgruppe Sanitätseinsatzleitung (UG-SanEL) Landkreis Starnberg


Ihr Katastrophenschutz e.V.


Logo des Katastrophenschutz e.V.

Kontakt:

Petersbrunnerstr.3
82319 Starnberg
Fon (08151) 652 026 2
Fax (08151) 652 025 2

eMail info(ät)katastrophenschutz-ev.de
Internet: http://www.katastrophenschutz-ev.de

Münchner Bank eG
BLZ: 701 900 00
Kto: 8192

Spenden an den gemeinnützigen Verein sind natürlich steuerlich abzugsfähig!





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