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Das Projekt "Kampf dem Herztod - öffentliche Defibrillatoren in Pöcking"
(aktueller Stand: 14.06.2010)
Rund 130.000 Menschen in Deutschland sterben pro Jahr an einem sogenannten plötzlichen Herztod. Damit sterben über 12 mal mehr Menschen am plötzlichen Herztod, als im Straßenverkehr tödlich verunglücken. Der plötzliche Herztod tritt ohne Vorwarnung ein, überall und jederzeit. Er trifft Menschen aller Altersstufen auf der ganzen Welt, unabhängig von körperlicher Fitness und Lebenswandel - und die meisten überleben ihn nicht.
Derzeit überleben nur etwa 5 % der Patienten, da eine wirksame Hilfe häufig zu spät eintrifft.
Im täglichen Nachrichtengeschehen findet dies kaum Beachtung, da die Betroffenen meist in einem Krankenhaus versterben und nicht bei einem spektakulären Autounfall auf unseren Straßen.

Der plötzliche Herztod hinterlässt tragische Lücken in Familien, an Arbeitsplätzen und in Gemeinden. Dennoch gibt es Hoffnung, denn eine Behandlung ist möglich: Die Defibrillation. Schlüssel zum Überleben eines plötzlichen Herztodes ist eine umgehende Herz-Lungen-Wiederbelebung (HLW) und vor allem auch die frühe Defibrillation (Verabreichen eines elektrischen Schocks). Die Zeit ist dabei ein entscheidender Faktor. Denn mit jeder Minute sinkt die Überlebenswahrscheinlichkeit um etwa 10 %. Überlebenskette: Früher Notruf, frühe Herz-Lungen-Wiederbelebung (HLW), frühe Defibrillation, frühe weitere MaßnahmenUm die "Defibrillation" als einzig effektive Therapie gegen das meist im Rahmen eines plötzlichen Herztodes vorliegende "Kammerflimmern" einsetzen zu können, wurden kleine und leichte Geräte, so genannte AEDs (Automatisierter Externer Defibrillator) entwickelt.
Der Vorteil: Nicht-ärztliches Personal kann problemlos defibrillieren, selbst Laien. Die Geräte sind so aufgebaut, dass sie alles Wichtige selbständig erledigen und den Helfer dazu auch noch durch die Notfallbehandlung leiten. Das bringt Hilfe und damit auch etwas Ruhe in die Notfallsituation. Im Rahmen eines Projektes "Kampf dem Herztod - öffentliche Defis für Pöcking" hat nun das Amt für öffentliche Sicherheit und Ordnung der Gemeinde Pöcking zusammen mit dem Katastrophenschutz e.V. und der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) sichergestellt, dass an zentralen Orten in Pöcking öffentliche Defis zur Verfügung stehen. Günther Drexler, verantwortlicher Koordinator der Gemeinde Pöcking:"Da in Gebieten mit Erstdefibrillation die Überlebensrate auf über 30 %, z. T. über 50 % steigt, haben wir uns im Gegensatz zu einzelnen angebotenen werbefinanzierten Geräten dazu entschlossen, vier Defibrillatoren auf eigene Kosten strategisch günstig im Ortsbereich zu positionieren." An folgenden Standorten sind öffentlich zugängliche Defibrillatoren positioniert worden: - Kreissparkasse München-Starnberg (im Foyer), Hauptstr. 26, 82343 Pöcking
- Sportpark (Eingangsbereich bei den Umkleiden), Keltenstraße, 82343 Pöcking 
Die Defibrillatoren in den beiden Banken sind jeweils Tag und Nacht zugänglich im Foyer untergebracht. Sie befinden sich in einem Aufbewahrungskasten, der durch die integrierte Leitstelle in Fürstenfeldbruck (ILS-FFB) ferngesteuert geöffnet werden kann. Hierzu ist neben dem Kasten ein Notruftelefon mit direkter Verbindung zur Einsatzzentrale installiert. Der Ersthelfer nimmt also das Notruftelefon ab, drückt die Notruftaste und wird automatisch mit der Rettungsleitstelle verbunden. Diese kann somit umgehend Rettungsdienst und Notarzt entsenden und parallel den Defibrillator freigeben. So ist gewährleistet, dass nicht nur der Defi eingesetzt wird, sondern gleichzeitig auch die professionelle Hilfe unterwegs ist.  Sparkasse Pöcking
|  VR-Bank Pöcking
|  Defi-Standort: Foyer der Sparkasse
|  Defi-Standort: Foyer der VR-Bank
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Die beiden Geräte im Sportpark und im Hallenbad/Grundschule Pöcking sind ebenfalls in einem Wandkasten untergebracht. Dieser wird allerdings nicht durch die Leitstelle ferngesteuert geöffnet, sondern sobald man den Kasten öffnet und den AED entnimmt, ertönt eine Alarmsirene, so dass umstehende Personen erkennen können, dass Hilfe benötigt wird. Bei den Standorten Hallenbad/Grundschule und Sportpark ist es daher immer nötig, zusätzlich einen Notruf unter der 112 abzusetzen, damit professionelle Hilfe des Rettungsdienstes kommt.  Sportpark Pöcking
| Hallenbad/Grundschule Pöcking
|  Defi-Standort: Gebäude Sportpark Pöcking
|  Defi-Standort: Eingangsbereich Hallenbad/Grundschule Pöcking
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Walter Kohlenz, Vorstand des Katastrophenschutz e.V. und selbst aktiver Retter im Landkreis, freut sich über das vorbildliche Engagement der Gemeinde Pöcking. "Es ist das erste und hoffentlich nicht letzte Projekt dieser Art im Landkreis. Die wirksame Hilfe beim plötzlichen Herztod mit Hilfe einer frühzeitigen Defibrillation ist eine lebensrettende Maßnahme". Mit diesem Projekt nimmt die Gemeinde Pöcking eine Vorreiterrolle ein. Alle Beteiligten hoffen, dass sich viele andere Gemeinden diesem Beispiel anschließen. Die Projektleitung steht hierbei mit den gemachten Erfahrungen gerne beratend zur Verfügung.
Projektleitung:
- Walter Kohlenz (Projektleiter des Katastrophenschutz e.V. und der DLRG; Organisatorischer Leiter (OrgL) LKR STA, Pressesprecher der DLRG im Landkreis Starnberg, 2. Vorsitzender des Katastrophenschutz e.V., Vorstandsmitglied und Pressesprecher im BRK Kreisverband Starnberg)
...unterstützt wurde und wird die Projektleitung bei der Realisierung von zahlreichen Helfern des Katastrophenschutz e.V., der DLRG und des BRK. Der Automatisierte Externe Defibrillator (AED)  Zur Funktion des Automatisierten Externen Defibrillators: Das Gerät – sobald es aktiviert wurde – führt den Bediener automatisch Schritt für Schritt weiter und teilt ihm mit, was zu tun ist. Hierbei kann der Helfer nichts falsch machen - und vor allem nicht versehentlich einen Stromschlag auslösen. Denn dieser wird vom Gerät nur dann freigegeben, wenn der Patient ihn auch benötigt. In der nächsten Zeit finden Sie hier auf dieser Seite immer mehr Informationen und Präsentationen zum Thema. Hier können Sie sich intensiv zum Thema "Kampf dem plötzlichen Herztod" und zum Pöckinger Projekt informieren. Die in Pöcking stark engagierte DLRG Pöcking-Starnberg e. V. hat sich bereiterklärt, ein Auge auf die Geräte zu werfen und sie nach einer erfolgten Anwendung wieder einsatzklar zu machen. Darüber hinaus werden für einen möglichst großen Personenkreis an den Standorten der AED-Geräte Kurzschulungen durch die DLRG angeboten. Ziel ist es, z.B. Mitarbeiter der Banken, Schwimmbadpersonal, Übungsleiter des Sportparks und Hausmeister zu schulen und damit in Pöcking eine zunehmende Anzahl von Bürgern zu schaffen, die mit großer Überzeugung das Gerät verwenden und damit Menschenleben retten können. Darüber hinaus ist geplant, im Frühjahr 2010 einen Aktionstag mit DLRG, BRK und Freiwilliger Feuerwehr abzuhalten. Dabei werden alle interessierten Bürger die Möglichkeit haben, an den Geräten selbst zu üben und sich umfassend zu informieren. Die richtige Erste-Hilfe und auch die korrekte Durchführung der Defibrillation können die Landkreisbürger selbstverständlich auch bei den großen Hilfsorganisationen wie dem Bayerischen Roten Kreuz (BRK) und der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) in einem Erste-Hilfe-Kurs erlernen und trainieren. Das richtige Vorgehen bei Auffinden einer leblosen Person:  Legende: CPR = Cardio Pulmonale Reanimation = Herz-Lungen-Wiederbelebung 30:2 bedeutet: 30 mal Herzdruckmassage und 2 mal beatmen im Wechsel Hier finden Sie Infos zum Thema als Download: |